Biedermänner, Brandstifter und Karrieristen. Notizen zu Jean-Claude Kaufmanns Theorie der Identität. (Lieferung 2)

Der folgende Beitrag ist die zweite Lieferung meiner Erörterung des Buchs „Die Erfindung des Ich: Eine Theorie der Identität“von Jean-Claude Kaufmann, in der ich Kaufmanns Argumentation zusammenfasse und bezogen auf einige mir interessant erscheinende Themenbereiche diskutiere. Im folgenden werde ich kurz meine erste Lieferung zusammenfassen, um mich dann ausführlich Kaufmanns drittem Teil zu widmen. Kaufmann überträgt hierin seine Überlegungen zum Identitätsprozess auf die Gesellschaft, auf ihre Milieus und Phänomene. Unter der Überschrift des klassischen Dreiklangs „Voice, Exit and Loyality“ seziert Kaufmann individuelle und kollektive Verhaltensmuster, die quer durch alle Schichten in unterschiedlicher Form und Ausprägung zu Tage treten. Weiterlesen

Das kreative Ich auf der Suche nach Anerkennung. Notizen zu Jean-Claude Kaufmanns Theorie der Identität. (Lieferung 1)

Dies ist eine Erörterung Jean-Claude Kaufmanns Buch „Die Erfindung des Ich: Eine Theorie der Identität“, in der ich Kaufmanns Argumentation zusammenfasse und bezogen auf einige mir interessant erscheinende Themenbereiche diskutiere. Zuerst hatte ich dies in meinem damaligen Blog im August 2009 veröffentlicht, greife den Text hier aber in einer durchgesehenen und bearbeiteten Fassung wieder auf.
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Olsons Theorie über das kollektive Handeln in Gruppen. Teil 2: Das Gelingen der Beschaffung von Kollektivgütern abhängig vom individuellen Kostenanteil

Wann immer die Beschaffung eines Kollektivguts Kooperation von Akteuren voraussetzt, ist das Zustandekommen seiner Beschaffung alles andere als sicher, weil jedes Mitglied innerhalb der Gruppe der Beschaffenden die Möglichkeit der Beschaffung durch seines individuell rationales Interesse unterläuft, weil es sich selbst nach Möglichkeit nicht an den Beschaffungskosten beteiligen möchte. Weiterlesen

Olsons Theorie über das kollektive Handeln in Gruppen. Teil 1: Trittbrettfahren ist bei der Beschaffung von Kollektivgütern rational, gefährdet aber die Möglichkeit der Beschaffung

Problematisch wird die Beschaffung eines Kollektivguts, wenn sie Kooperation voraussetzt, die jedoch durch dominantes individualistisches Verhalten Einzelner nicht zustande kommt. Das Problem dieser Situation ist Koordinationsineffizienz. Ihre Lösung besteht darin, sich einvernehmlich zur Kooperation zu entschließen und nicht-kooperatives Verhalten zu sanktionieren.1 Dieses Problem sowie Möglichkeiten seiner Lösung werden von Mancur Olson2 beschrieben. Weiterlesen

Exzerptnotizen zu Luhmann, Niklas: Vertrauen. Ein Mechanismus der Reduktion sozialer Komplexität. 2. erw. Aufl. Stuttgart 1973

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Zusammenfassung des Vortrags von Florian Dieckmann anlässliches des Demokratietags am 15.09.2023 auf dem Obermarkt in Worms

Am 15.09.2023 war ich als Vorstandsmitglied der Kultur- und Begegnungsstätte Hamburger Tor e.V. anlässlich des Demokratietags um 16:30 auf dem Obermarkt in Worms eingeladen eine kurze Rede zu halten und anschließend an einer Podiumsdiskussion teilzunehmen. Die Vorbereitung dazu begann im Juli. Mein Vorschlag damals lautete, politische Kultur als Wissen um soziale Technik zu diskutieren. Nachdem dies der Veranstalterin zu abstrakt erschienen war, habe ich vorgeschlagen, dies am Beispiel der Müllentsorgung zu verdeutlichen. Nachfolgend ist der Versuch einer schriftlichen Fassung auf der Basis meiner Vortragsnotizen, die ich am 15.09. verwendet habe. Diesen Beitrag habe ich erstmals am 16.09.2023 im Internetforum des Kreisverbands der Grünen in Worms veröffentlicht.

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Essay zu einem Modell für gelingende politische Arbeit mit den zur Verfügung stehenden Mitteln eines Kreisverbands

Wie organisieren wir Parteiarbeit mit den vorhandenen Mitteln, um politisch etwas zu erreichen? Diese Frage haben wir im Workshop zu „Politikmanagement mit den Mitteln eines Kreisverbands“ am 26.01.2023 bearbeitet. Die Aufgabe ist, eine wirklich große Anzahl interessierter Menschen an einer gelingenden politischen Arbeit zu beteiligen. Wir betrachten dabei den Kreisverband Worms, in dessen Gebiet mehr als 5000 Personen an grüner Politik interessiert sind.

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Bolker, Joan: Writing Your Dissertation in Fifteen Minutes a Day. A Guide for Starting, Revising, and Finishing Your Doctoral Thesis. New York 1998

[Exzerptnotizen] Im Folgenden fasse ich in Auszügen Joan Bolkers Writing Your Dissertation in Fifteen Minutes a Day zusammen. Auf das Buch bin ich durch eine Bekannte aufmerksam gemacht worden, die an der Universität Lüneburg promoviert. Mein Interessenschwerpunkt lag bei der Lektüre auf Fragen, wie man am besten anfängt und wie man zu einem ersten Entwurf gelangt. Bolkers Buch ist eine lesenswerte und ermutigende Einführung, wenn es um selbstständiges Schreiben geht. Unberücksichtigt bleiben natürlich konkrete Hinweise, welche Anforderungen das deutsche Wissenschaftssystem an das Exposé stellt und wie man in Deutschland den Weg zu einer externen Promotion beschreitet. Darin besteht aber auch der Vorteil ihres Buchs. Im Duktus des sachsonischen Wissenschaftsstils widmet sich Bolker ganz ohne Verklemmtheit Problemen des Schreibens und Problemen der Interaktion mit ersten Lesern, mit Betreuern und Gutachtern. Diesen Text hatte ich zum ersten Mal unter derdieckmann.de veröffentlicht am 2008-07-13

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