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Öffentlichkeit als Beziehungsnetzwerk. Vom Ende des Kanaldenkens zur Kuratierung sozialer Netzwerke

Am 12.09.2026 unterhielt ich mich mit der für Öffentlichkeitsarbeit der Akademie der Wissenschaften in Rheinland-Pfalz verantwortlichen Mitarbeiterin. Ich fragte, ob sie das Fediverse kenne, und sie entgegnete mit der Frage, ob das „noch ein Kanal“ sei. Dies geschah auf dem Wissenschaftsmarkt auf dem Platz der Republik in Mainz vor dem Landtag. Dort sprach ich auch mit jemandem von einer Fachhochschule für Mediengestaltung. Auch der hatte vom Fediverse noch nie gehört. Öffentlichkeitsarbeit spricht seit Jahren von Kommunikation, Zielgruppen, Reichweite und Kanälen. Vieles davon klingt nach einer Abkehr vom alten Modell der Pressearbeit, verändert aber hat sich wenig. Das Fediverse stellt dieses Bild nun noch grundsätzlicher in Frage. Es ist nicht bloß ein weiterer Ort, an dem Inhalte veröffentlicht werden können, sondern verweist technisch und sozial auf ein anderes Modell von Öffentlichkeit. Diese Verschiebung ist nicht automatisch emanzipatorisch und verändert die Vorstellung, was Öffentlichkeitsarbeit überhaupt leisten kann und soll. Weiterlesen →